Sicherheitspolitische Dimension eines Währungskrieges

Vor dem Zweiten Weltkrieg lag eine wesentliche Aktivität der Amerikaner und Briten darin, den Handel mit strategischen Wirtschaftsgütern für Deutschland und Japan zu erschweren. Deutschland wiederum bemühte sich, die Handelsbeziehungen mit neutralen Staaten, wie zum Beispiel der Türkei, zu fördern, indem diese Länder wirtschaftlich von Deutschland abhängig wurden. Eine Hauptaktivität der Alliierten war “Preclusive Purchasing”, der Erwerb von Gütern und Rohstoffen, um den Gegner daran zu hindern, diese zu beziehen.

Im vergangenen Jahrhundert spielte der internationale Finanzhandel nicht dieselbe Rolle wie heute, der Wirtschaftskrieg fand auch deshalb auf den Handelsplätzen statt. Heute findet der Wirtschaftskrieg zwar immer noch auf den Handelsplätzen statt, zunehmend aber auch auf den Finanzmärkten. Länder, die über Rohstoffe und eine starke Währung verfügen, können nun beides als Waffen einsetzen, um sich für künftige Konflikte zu positionieren.

Security Explorer – 15.11.2011
Von Maxim Worcester und Bernd Bühler

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